
Sonnenaufgang am Kreuz
Mit dieser Überschrift könnte man das Titelbild unseres diesjährigen Osterpfarrbriefes überschreiben. Mit dem Kreuz und der Hinrichtung Jesu wollten seine Gegner ihn endgültig zum Schweigen bringen. Seine Botschaft, sein Heilswirken, seine Predigt und seine Anziehungskraft waren für viele eine Provokation und ein Ärgernis, ja sogar ein Skandal. Mit seinem Tod sollte wieder Ruhe einkehren und die Sache Jesu ein für allemal beendet werden. Auf den ersten Blick scheint es ja auch so zu sein: Die Jünger Jesu, seine Apostel und Anhänger sind bis auf ganz wenige Ausnahmen am Karfreitag verschwunden. Von seinen besten Freunden verlassen, verraten und verleugnet, kehrt eine Totenstille, eine Resignation und Stagnation ein, die darauf schließen lässt, dass bald niemand mehr von diesem Jesus sprechen wird. Doch