
„Das Jahr steht auf der Höhe, die große Waage ruht!“
Dieser Satz stammt aus einem schönen Lied im Gotteslob (Gl. 465) und als wir dieses Lied Mitte Juni gesungen haben, haben etliche Gottesdienstbesucher – mich eingeschlossen – erstaunt festgestellt, dass die erste Hälfte des Jahres bereits vorüber ist. Dieses „Mitsommerlied“ schaut auf die Mitte des Jahres und beschreibt den Wechsel zwischen „Blühn und Reifen“, „Ende und Beginn“, „dunkel und hell“, „Schmerz und Glücklichsein“, den wir immer wieder im Leben erkennen können. Der Verfasser des Textes ist der evangelische Pfarrer Detlef Block (1934-2022) und er hat ganz bewusst das Bild der Waage in diesem Lied aufgegriffen. Die Waage gehört zu den klassischen 48 Sternbildern. In den späten Juninächten erreicht das Sternbild der Waage als Pendant zum überlangen lichten Tag seinen höchsten









